Erfahrungen mit dem neuen Elektroauto

27. Jän, 2022

Der sonnige Wintertag brachte über die PV-Anlage einen schönen Strom-Ertrag, mit dem der vorher halb leere Akku des Twingo locker gefüllt werden konnte.

Das reicht bei winterlichen Temperaturen für eine Reichweite von etwa 120 km. Im Sommer würde ich sicher über 200 km damit kommen. Ich bin jedenfalls selber gespannt was die weiteren Erfahrungen ergeben werden.

25. Jän, 2022
15. Jän, 2022

Nachdem SB- OStv.Helmut Harrer nicht entgangen war, dass ich seit Mitte Dezember mit meinem neuen elektrischen Vehikel, einem orange lackierten Stadtflitzer Renault Twingo ZE (ZE steht für zero emission)  herumfahre, meinte  er, dass meine konkreten Erfahrungen in der Alltagspraxis  mit dem E-Auto durchaus auch für andere Mitglieder des Seniorenbundes interessant sein könnte.

.Viele Fragen tun sich auf:

  • Welche Vor- und Nachteile zeigen sich?
  • Wie weit komme ich mit einer Akkuladung?
  • Wo und wie kann laden?
  • Wie sind die Kosten?
  • Taugt das E-Auto letztendlich für den Alltag?
  • Usw..

Da die Elektromobiltät ein wesentliches Element der Diskussion um die Energiewende ist, um die wir nicht herumkommen werden, möchten ich gerne meine Erfahrungen aus der Praxis laufend  auf dieser Webseite präsentieren.

Zunächst zu den Fragen von Helmut:

HFH : Wie ich sehe hast du dich zu einem Elektro Auto entschieden. Wieso hast du dich dazu entschlossen ?

Franz : Naja, weil unser VW-Golf Diesel schon etwas in die Jahre gekommen und ein Autowechsel angestanden ist, habe ich mich ein halbes Jahr lang ausführlich mit Mobilitätsfragen und den Vor- und Nachteilen der für uns in Frage kommenden Technologien befasst. Ich bin dabei zum Ergebnis gekommen, dass ein umweltfreundliches, eher kleineres E-Auto sehr gut zu unserem Mobiltätsprofil und Mobilitätsbedürfnissen (kaum Langstreckenfahrten) passt. Natürlich habe ich mich auch über die Vorzüge größerer Modelle ausführlich informiert. Ein wesentlicher Grund für den kleinen Stromer war schließlich auch der Umstand, dass  wir im Zuge des 2021 durchgeführten Zubaus am Wohnhaus die Energieversorgung auf erneuerbare Energie (Wärmepumpe und Photovoltaikanlage) umgestellt haben. Da passt natürlich die  Produktion des eigenen Treibstoffes für ein KFZ gut in das Gesamt-Energiesystem. Ich schätze, dass ein beträchtlicher Teil des bisher für den VW Golf jährlich benötigten Diesels (ca. 600L) durch den von der PV-Anlage produzierten Überschussstrom ersetzt werden kann.

 

HFH: Du fährst jetzt schon ca. 1 Monat damit, wie sind deine ersten Erfahrungswerte bezüglich Preis-Leistung, KM-Leistung, Ladedauer etc. ?

Franz: Nach einem Monat kann man natürlich noch keinen kompletten Überblick über die tatsächlich Kosten haben, zumal ja bekannt ist, dass gerade im Winter das elektrische System noch nicht seine gesamten Vorzüge ausspielen kann. Selbst wenn ich davon ausgehe, dass der im Dezember bis März produzierte eigene Photovoltaikstrom allein für das Laden des Autos nicht ausreichen wird,  sind die Kosten des Stroms aus dem Netz auch im Winter durchaus überschaubar und liegen auf jeden Fall klar unter den Treibstoffkosten eines Verbrennermotors. Die Reichweite des 21Kw-Akkus des Renault Twingo ist natürlich in der kalten Jahreszeit deutlich geringer als im Sommer, reicht aber für den täglichen Bedarf in Rufling und Umgebung für mich völlig aus. Mit dem zu Hause voll aufgeladenen Akku, was sich von 0 auf 100% in 2 Stunden bewerkstelligen läßt, käme ich ohne Nachladen vermutlich zirka 1 Woche lang aus. Tatsächlich spielt das aber kaum eine Rolle, da das Auto, wenn es daheim steht, oft sofort an die Wallbox angehängt wird und ich daher meistens mit fast vollem Akku von daheim wegfahre. Damit komme im Winter etwa 100 -120 km weit und im Sommer über 200 bis 240 km. Die Ladedauer ist bei E-Autos, je nach Schnellladefähigkeit des Typs, sehr unterschiedlich, spielt aber aus meiner Sicht nicht die überragende Rolle, da man den Akku, anders als bei einem Diesel oder Benzintank im Regelfall nicht von ziemlich leer auf ganz voll lädt, sondern üblicherweise Lademöglichkeiten, soweit sie zur Verfügung stehen, je nach Bedarf zwischendurch nutzt. Beim Twingo könnte ich etwa während der Dauer einer Kaffeepause oder eines Einkaufs, etc. in 15 Minuten bei einer öffentlichen  22Kw AC-Ladesäule etwa 50 km Reichweite nachladen. Bei schnellladefähigen E-Autos geht es an DC-Ladestationen natürlich wesentlich schneller.

 

HFH: Also Franz könntest du ruhigen Gewissens unseren SB-Mitgliedern auch ein E-Auto empfehlen.?

Franz: Um ein E-Auto grundsätzlich empfehlen zu können, sollte man natürlich die individuellen Mobiltätsbedürfnisse und die jeweiligen Lademöglichkeiten des Fahrzeugnutzers  genau kennen. Wichtige Faktoren sind dabei die Möglichkeit das Fahrzeug an der eigenen Wallbox zu Hause oder am Arbeitsplatz oder einer günstigen öffentlichen Ladestation in der Nähe der Wohnung laden zu können  und das eigene Mobilitätsprofil, das heißt, ob das Auto überwiegend im Stadt- und Nahverkehr oder (sehr) oft für Langstreckenfahrten benötigt wird. Mittlerweile gibt es aber bereits viele E-Automodelle aller möglichen Hersteller, in jeder Größe und Ausstattung, mit ausreichend großen Reichweiten, die es hinsichtlich Wirtschaftlichkeit und Komfort mit jedem Verbrenner locker aufnehmen können.

Da es leider unmöglich ist alle Vorzüge und Nachteile von E-Autos und alle interessanten, mit E-Mobilität im Zusammenhang stehenden Fragen in Form dieses Kurzinterviews abzuhandeln, stehe ich den Mitgliedern des Seniorenbundes, soweit sie sich dafür interessieren, für weitere Informationen zur Sache zur Verfügung. Meine künftigen persönlichen Erfahrungen mit dem E-Auto (auf die ich selber schon sehr gespannt bin) und weiterführende Hinweise werde ich auch gerne auf der Homepage des Seniorenbundes Leonding in einem eigenen Blog präsentieren.

13. Jän, 2022

Im Zuge des 2021 gebauten Zubaus einer Wohneinheit soll das Haus möglichst klimafit gemacht werden:

 

  • Das (Buchner-Haus) in Holzbauweise bietet von Haus aus super Wärmedämmwerte.

 

  • Die ohnehin veraltete (40 Jahre!) und nunmehr auch zu klein dimensionierte Heizung mit Gas und Allesbrenner wurde entfernt und durch eine effiziente Wärmepumpe ersetzt

 

  • Die Versorgung des Haushalts und der Wärmepumpe wird durch eine PV-Analge auf dem Dach unterstützt.